Die Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM), die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG), die Österreichische Kardiologische Gesellschaft (ÖKG) und die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie (ÖGN) haben bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Wien einen wissenschaftlichen Vorschlag zur Modernisierung der österreichischen Vorsorgeuntersuchung präsentiert. Im Rahmen der Safe Hearts Allianz wurden 16 kardio-renal-metabolische Erkrankungen und Risikofaktoren systematisch bewertet. Ziel ist eine evidenzbasierte, risikoadaptierte Vorsorge statt einer pauschalen Ausweitung der Diagnostik.
Rund 1,4 Millionen Menschen nehmen die Vorsorgeuntersuchung in Österreich jährlich in Anspruch – sie ist damit eines der wichtigsten Instrumente zur Früherkennung gesundheitlicher Risiken. Grundlegend überarbeitet wurde sie jedoch zuletzt im Jahr 2005. Seither hat sich das medizinische Wissen erheblich weiterentwickelt, insbesondere im Verständnis, welche Untersuchungen bei welchen Bevölkerungsgruppen tatsächlich einen Nutzen bringen.
Für den gemeinsamen Vorschlag wurde die bestehende Vorsorgeuntersuchung in einer dreistufigen Evidenz-Kaskade geprüft: ausgehend von nationalen Grundlagen wie den Evaluierungen der Universität Krems und Arbeiten des AIHTA, über internationale Screening-Empfehlungen bis zu aktuellen Leitlinien internationaler Fachgesellschaften. Das Ergebnis: Fünf Bereiche sollen neu aufgenommen werden – darunter die Früherkennung der chronischen Nierenerkrankung bei Risikopersonen, die familiäre Hypercholesterinämie, die Fettlebererkrankung mit Leberfibrose, eine einmalige Lipoprotein(a)-Bestimmung sowie ein opportunistisches Pulsscreening auf Rhythmusstörungen ab dem 65. Lebensjahr. Acht bestehende Bereiche werden wissenschaftlich adaptiert, etwa die Früherkennung von Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Bei drei Fragestellungen raten die Expert:innen ausdrücklich von einem allgemeinen Screening asymptomatischer Personen ab.
Aus kardiologischer Sicht betont ÖKG-Präsident Univ.-Prof. Dr. Daniel Scherr: „Wir müssen das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko als Ganzes erfassen – dazu gehören ein vollständiges Lipidprofil, eine konsequente Blutdruckmessung und eine opportunistische Pulskontrolle ab 65 Jahren. Bei auffälligem Puls soll ein EKG die Diagnose sichern."
Gesundheitspolitisch besteht dafür ein aktuelles Zeitfenster: Die im März 2026 veröffentlichte Gesundheitsreformfonds-Verordnung sieht jährlich 50 Millionen Euro zusätzlich für Screening und zielgruppendifferenzierte Vorsorgeangebote vor. Die vier Fachgesellschaften verstehen ihren Vorschlag als wissenschaftliche Grundlage für die weitere gesundheitspolitische Umsetzung.
Die Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM), die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG), die Österreichische Kardiologische Gesellschaft (ÖKG) und die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie (ÖGN) haben bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Wien einen wissenschaftlichen Vorschlag zur Modernisierung der österreichischen Vorsorgeuntersuchung präsentiert. Im Rahmen der Safe Hearts Allianz wurden 16 kardio-renal-metabolische Erkrankungen und Risikofaktoren systematisch bewertet. Ziel ist eine evidenzbasierte, risikoadaptierte Vorsorge statt einer pauschalen Ausweitung der Diagnostik.
Rund 1,4 Millionen Menschen nehmen die Vorsorgeuntersuchung in Österreich jährlich in Anspruch – sie ist damit eines der wichtigsten Instrumente zur Früherkennung gesundheitlicher Risiken. Grundlegend überarbeitet wurde sie jedoch zuletzt im Jahr 2005. Seither hat sich das medizinische Wissen erheblich weiterentwickelt, insbesondere im Verständnis, welche Untersuchungen bei welchen Bevölkerungsgruppen tatsächlich einen Nutzen bringen.
Für den gemeinsamen Vorschlag wurde die bestehende Vorsorgeuntersuchung in einer dreistufigen Evidenz-Kaskade geprüft: ausgehend von nationalen Grundlagen wie den Evaluierungen der Universität Krems und Arbeiten des AIHTA, über internationale Screening-Empfehlungen bis zu aktuellen Leitlinien internationaler Fachgesellschaften. Das Ergebnis: Fünf Bereiche sollen neu aufgenommen werden – darunter die Früherkennung der chronischen Nierenerkrankung bei Risikopersonen, die familiäre Hypercholesterinämie, die Fettlebererkrankung mit Leberfibrose, eine einmalige Lipoprotein(a)-Bestimmung sowie ein opportunistisches Pulsscreening auf Rhythmusstörungen ab dem 65. Lebensjahr. Acht bestehende Bereiche werden wissenschaftlich adaptiert, etwa die Früherkennung von Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Bei drei Fragestellungen raten die Expert:innen ausdrücklich von einem allgemeinen Screening asymptomatischer Personen ab.
Aus kardiologischer Sicht betont ÖKG-Präsident Univ.-Prof. Dr. Daniel Scherr: „Wir müssen das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko als Ganzes erfassen – dazu gehören ein vollständiges Lipidprofil, eine konsequente Blutdruckmessung und eine opportunistische Pulskontrolle ab 65 Jahren. Bei auffälligem Puls soll ein EKG die Diagnose sichern."
Gesundheitspolitisch besteht dafür ein aktuelles Zeitfenster: Die im März 2026 veröffentlichte Gesundheitsreformfonds-Verordnung sieht jährlich 50 Millionen Euro zusätzlich für Screening und zielgruppendifferenzierte Vorsorgeangebote vor. Die vier Fachgesellschaften verstehen ihren Vorschlag als wissenschaftliche Grundlage für die weitere gesundheitspolitische Umsetzung.