Verbesserung der Kommunikation und Kooperation zwischen niedergelassenen KardiologInnen und den stationären Einrichtungen – im Focus soll stets der Patient stehen

Verbesserung der Umsetzung von Guidelines in Kooperation mit der ÖKG

Qualitätssicherung im niedergelassenen Bereich in Kooperation mit der ÖKG

Abstimmung für die seitens der Politik erwünschten Leistungsverlagerungen aus dem intramuralen in den extramuralen Bereich und diesbezügliche Beratung / Kooperation mit der Fachgruppe der österreichischen Ärztekammer und dem Berufsverband der Österreichischen Internisten     

Leiter

Dr. Nikolaus Fiegl
Zentrum für Innere Medizin im Neunten - zim9
1090 Wien, Nußdorfer Straße 60
Email: fiegl@zim9.at 
Website 

Stellvertreterin

Prof. Mag. Dr. Bonni Syeda
1210 Wien, Brünner Straße 70/2/401
Email: b.syeda@internist-nord.at
Website 

Nukleus

Dr. Andreas Egger
6330 Kufstein, Kronthalerstraße 2
Email: info@ihrherz.at
Website: http://www.ihrherz.at/

Dr. Reinhold Fasching
7100 Neusiedl am See, Teichgasse 1a
Email: office@kardiopraxis-fasching.at 

Dr. Johannes Föchterle
4040 Linz, Rudolfstraße 8
Email: office@foechterle.at 

Dr. Walter Fuhrmann
8700 Leoben, Roseggerstrasse 15
Email: dr.fuhrmann@medway.at
Website: http://www.drfuhrmann.at

Dr. Anton Glöcklhofer
6900 Bregenz, Deuringstraße 3/3
Email: kardiologe@gloecklhofer.at
Website: http://www.gloecklhofer.at/

Dr. Edith Huber
5020 Salzburg, Carl-Zuckmayer-Straße 1
Email: kardiologie@sbg.at 

Dr. Johannes Huber
1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 147-149/1/14
Email: johannes.huber1@chello.at
Website: https://www.herzultraschall.at 

Dr. Doris Kerö
1100 Wien, Davidgasse 11
Email: doris.keroe@inode.at 

Dr. Ursula Klaar
1100 Wien, Pernerstorfergasse 20
Email: u.klaar@aon.at
Website: http://www.klaar-havel.at 

Dr. Peter Lercher
8018 Graz, Beethovenstraße 15
Email: peter.lercher@medunigraz.at
Website: http://www.dr-lercher.at/

Priv. Doz. Dr. Christian Plass
1210 Wien, Brünner Straße 140/56/2
Email: christian.plass@meduniwien.ac.at 

Dr. Claudia Sebald
1150 Wien, Mariahilferstraße 167/22
Email: claudia.sebald@herzdoktor.net
Website: http://www.herzdoktor.net/ordinationen.php 

Dr. Gerald Schnürer
1230 Wien, Geßlgasse 19/1
Email: schnuerer@kardio23.at
Website: http://www.kardio23.at 

Dr. Jochen Schuler
Gesundheitszentrum Aigen
5020 Salzburg, Prälat-Winkler-Straße 8
Email: schuler@gesundheitszentrum-aigen.at 

Dr. Monika Steininger
1200 Wien, Adalbert Stifter Straße 23-31/1
Email: monika.steininger@chello.at 

Dr. Andreas Wagner
1020 Wien, Leopoldsgasse 13-15
Email: andreas.drwagner@web.de 

Dr. Christian Wiesinger
4210 Gallneukirchen, Gaisbacherstraße 29
Email: dr.wiesinger@gmx.net 

KollegInnen, die ihre Ausbildung gemäß der Ärzte-Ausbildungsordnung 2015 durchlaufen, können in den letzten 3 Jahren der Ausbildung insgesamt 12 Monate der Ausbildung in einer Lehrpraxis absolvieren (sowohl für das Fach „Innere Medizin“ als auch für das Fach „Innere Medizin und Kardiologie“).

Es können in diesen 12 Monaten jene „Fallzahlen“ des Rasterzeugnisses erzielt werden, die vielleicht zuvor im Spital nicht erreicht werden konnten. Je nach Spezialisierung des Lehrpraxis-Betreibers werden in den Ordinationen folgende (für das Rasterzeugnis wichtige) Untersuchungen angeboten:

  • Echokardiographie
  • 24-Std-EKG
  • 24-Std-RR
  • Ergometrie
  • Carotisduplex
  • Abdomensonographie
  • Schilddrüsensonographie
  • Endoskopie

Die Lehrpraxis ist aber auch für die jungen KollegInnen in Ausbildung insofern eine Bereicherung, da sie hier die Möglichkeit haben, den niedergelassenen Bereich (meist Kassenordinationen) kennenzulernen und so für sich für den späteren Berufsweg Entscheidungen treffen zu können.

Für eine volle Anrechenbarkeit der Ausbildung sind mindestens 30 Wochenstunden notwendig. Es sind keine Nachtdienste zu versehen. Somit besteht auch die Möglichkeit, parallel zu einer Lehrpraxis weiterhin 10 Wochenstunden z.B. im Spital angestellt zu sein und dort Nachtdienste zu absolvieren.

KollegInnen nach der Ärzte-Ausbildungsordnung 2006 können ebenfalls 12 Monate ihrer Ausbildung in einer Lehrpraxis absolvieren. Dies muss im Gegensatz zur ÄAO 2015 jedoch nicht explizit in den letzten 3 Jahren der Ausbildung erfolgen, sondern kann auch bereits zuvor in Angriff genommen werden.

Die Finanzierung der Lehrpraxis erfolgt durch die Lehrpraxen selbst. Je nach Erfahrung des auszubildenden Arztes liegt z.B. in Wien das monatliche Bruttogehalt für ein Vollzeitäquivalent ab 3.500 € aufwärts.

Das Verzeichnis der anerkannten Lehrpraxen für die Facharztausbildung (gemäß ÄAO 2006 und 2015) finden Sie hier.

Sehr geehrte ÖKG Mitglieder, Liebe Kolleginnen und Kollegen! 

Angesichts der drohenden Überlastung der Krankenhäuser mit Covid-19 Patienten möchte die AG für niedergelassene KardiologInnen die rechtzeitige Optimierung des Schnittstellenmanagements zwischen stationären Bereichen und dem niedergelassenen Bereich anregen.

Der Zugang zu Ambulanzen wird zur Zeit stark eingeschränkt, Herzkatheterprozeduren und Herzoperationen werden heruntergefahren, Rehabilitationszentren werden umgewidmet, und viele Intensivstationen werden als Infektionsstationen neu adaptiert und mit neuem Personal bespielt.

Herzerkrankungen sind in Österreich jedoch nach wie vor die häufigste Todesursache und es wäre fatal, wenn wir diese große Patientengruppe angesichts der Corona-Pandemie medizinisch nicht optimal versorgen würden! Die niedergelassenen KardiologInnen müssen dieses kritische Patientenkollektiv mit Herzerkrankungen gerade jetzt mit besonderer Aufmerksamkeit betreuen und somit weiterhin die bestmögliche Versorgung sicherstellen! 

Die Versorgung von kardiologischen PatientInnen in der Niederlassung muss trotz der Corona-Pandemie sichergestellt bleiben

Nach interner Abfrage der ÖGK sind mehr als 90% der Ordinationen weiterhin in vollem Umfang in Betrieb und können die Patienten nun auch telemedizinisch beraten.

Trotz der derzeitigen Einschränkungen soll und wird im Bedarfsfall selbstverständlich jeder ambulante Patient mit Beschwerden weiterhin in den Ordinationen versorgt und behandelt (unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen).

Adaptiertes Entlassungsmanagement von stationären kardiologischen PatientInnen 

Um stationäre kardiologische PatientInnen so rasch wie möglich sicher nach Hause entlassen zu können, bedarf es einer effizienten Organisation und Koordination der unmittelbaren Nach-  und Weiterbetreuung. 

Den Niedergelassen KollegInnen auferlegte Datenschutz und die fehlenden gesicherten Kommunikationswege machen eine Datenübermittlung zum derzeitigen Zeitpunkt nicht einfacher. Die elektronische Befundübermittlung (Medical Net) ist dzt. nur zwischen den Niedergelassenen. ELGA Datenübermittlung ist für die meisten Niedergelassenen nicht verfügbar und außerdem sind einige Patienten von ELGA abgemeldet.  Somit gibt es keine gesicherte Kommunikation zwischen Spital und Niedergelassenem Bereich, ausser die Fax-Kommunikation (nach schriftlicher Einwilligung des Patienten). 

Es sollten baldigst (falls nicht bereits vorhanden) die Kommunikationsdaten zwischen den niedergelassenen Fachärzten einer Gemeinde oder eines Bezirks und den Krankenhausabteilungen ausgetauscht und ein konsensuales Vorgehen besprochen werden (FAX Nr., Tel. Nr., E-mail). 

Eine aktualisierte Liste der niedergelassenen Kardiologen nach Gemeinden oder Bezirken sollte jeder Spitalsabteilung vorliegen und dem Patienten bei der Entlassung ausgehändigt werden. 

Eine telefonische Voranmeldung ist zur Terminkoordination und zum Infektionsschutz jedoch unbedingt erforderlich!

Bei Patienten, die eine rasche Versorgung benötigen, sollte bei Entlassung der Entlassungs(kurz)brief inklusive Medikamentenvorschreibung, Entlassungs-EKG, Kontakt-Telefonnummer, Soz.Versicherungsnummer sowie Einwilligungserklärung des Patienten dem Niedergelassenen per Fax übermittelt werden. Der Pat. ist nun in der Ordination vorangekündigt und bei Kontaktaufnahme mit dem Niedergelassenen besteht ein „informed consens“ um die weitere Betreuung nach Absprache (dzt. auch telemedizinische Beratung möglich) zu gewährleisten.

Organisation der Medikamentenrezeptierung  

Es ist möglich, den Apotheken elektronisch Rezepte per E-Medikation oder per Fax nach ärztlicher Sicherstellung der Bedarfsmedikation des Patienten zu übermitteln. 

Zuweisung von PatientInnen vom niedergelassenen Facharzt in den Spitalsbereich

Falls eine akute Spitalsaufnahme erforderlich wird, sollte diese nur nach telefonischer oder Fax Ankündigung erfolgen. Auch dafür wäre eine Bekanntgabe von Ansprechpartnern in den Abteilungen sinnvoll (eigener Telefondienst für zuweisende Ärzte existiert mancherorts bereits). Patienten mit chronischen Beschwerden bzw. nicht akut gefährdete Patientinnen sollten gerade jetzt im niedergelassenen Bereich betreut werden.  

Weitere spezifische Probleme des niedergelassenen Bereichs

Der Bereich des niedergelassenen Facharztes ist im Rahmen der Coronapandemie mit zwei weiteren Problemen konfrontiert:

Derzeit ist nicht ausreichend Schutzkleidung vorhanden,  um eine effiziente Übernahme der ambulanten Versorgung aus dem Krankenhausbereich zu gewährleisten. 

Niedergelassene KollegInnen betreuen ihre PatientInnen derzeit hauptsächlich telemedizinisch. Diese Art der Betreuung wird jedoch nicht adäquat abgegolten und ist somit mit einem Umsatzeinbruch von bis zu 90% verbunden. Dagegen stehen laufende Kosten für Ordinationen und MitarbeiterInnen, sodass die Coronakrise für manche Ordination rasch zum Existenzproblem werden kann. Vorerst gibt es keine sicheren Zusagen für Kompensationen seitens der Gesundheitskassen. 

Positiv an der Krisensituation ist der rasche Wandel der medizinischen Betreuung, vor allem auf dem Gebiet der telemedizinischen Beratung. Hier sollten wir am Ball bleiben und diese Form der Patientenbehandlung mit angemessener Honorierung weiter ausbauen und professionalisieren.

Dr. Bonni Seyda       AG der NG KardiologInnen
Dr. Nikolaus Fiegl    AG der NG KardiologInnen
Dr. Ursula Klaar       Vorstandsmitglied der ÖKG

Verbesserung der Kommunikation und Kooperation zwischen niedergelassenen KardiologInnen und den stationären Einrichtungen – im Focus soll stets der Patient stehen

Verbesserung der Umsetzung von Guidelines in Kooperation mit der ÖKG

Qualitätssicherung im niedergelassenen Bereich in Kooperation mit der ÖKG

Abstimmung für die seitens der Politik erwünschten Leistungsverlagerungen aus dem intramuralen in den extramuralen Bereich und diesbezügliche Beratung / Kooperation mit der Fachgruppe der österreichischen Ärztekammer und dem Berufsverband der Österreichischen Internisten     

Leiter

Dr. Nikolaus Fiegl
Zentrum für Innere Medizin im Neunten - zim9
1090 Wien, Nußdorfer Straße 60
Email: fiegl@zim9.at 
Website 

Stellvertreterin

Prof. Mag. Dr. Bonni Syeda
1210 Wien, Brünner Straße 70/2/401
Email: b.syeda@internist-nord.at
Website 

Nukleus

Dr. Andreas Egger
6330 Kufstein, Kronthalerstraße 2
Email: info@ihrherz.at
Website: http://www.ihrherz.at/

Dr. Reinhold Fasching
7100 Neusiedl am See, Teichgasse 1a
Email: office@kardiopraxis-fasching.at 

Dr. Johannes Föchterle
4040 Linz, Rudolfstraße 8
Email: office@foechterle.at 

Dr. Walter Fuhrmann
8700 Leoben, Roseggerstrasse 15
Email: dr.fuhrmann@medway.at
Website: http://www.drfuhrmann.at

Dr. Anton Glöcklhofer
6900 Bregenz, Deuringstraße 3/3
Email: kardiologe@gloecklhofer.at
Website: http://www.gloecklhofer.at/

Dr. Edith Huber
5020 Salzburg, Carl-Zuckmayer-Straße 1
Email: kardiologie@sbg.at 

Dr. Johannes Huber
1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 147-149/1/14
Email: johannes.huber1@chello.at
Website: https://www.herzultraschall.at 

Dr. Doris Kerö
1100 Wien, Davidgasse 11
Email: doris.keroe@inode.at 

Dr. Ursula Klaar
1100 Wien, Pernerstorfergasse 20
Email: u.klaar@aon.at
Website: http://www.klaar-havel.at 

Dr. Peter Lercher
8018 Graz, Beethovenstraße 15
Email: peter.lercher@medunigraz.at
Website: http://www.dr-lercher.at/

Priv. Doz. Dr. Christian Plass
1210 Wien, Brünner Straße 140/56/2
Email: christian.plass@meduniwien.ac.at 

Dr. Claudia Sebald
1150 Wien, Mariahilferstraße 167/22
Email: claudia.sebald@herzdoktor.net
Website: http://www.herzdoktor.net/ordinationen.php 

Dr. Gerald Schnürer
1230 Wien, Geßlgasse 19/1
Email: schnuerer@kardio23.at
Website: http://www.kardio23.at 

Dr. Jochen Schuler
Gesundheitszentrum Aigen
5020 Salzburg, Prälat-Winkler-Straße 8
Email: schuler@gesundheitszentrum-aigen.at 

Dr. Monika Steininger
1200 Wien, Adalbert Stifter Straße 23-31/1
Email: monika.steininger@chello.at 

Dr. Andreas Wagner
1020 Wien, Leopoldsgasse 13-15
Email: andreas.drwagner@web.de 

Dr. Christian Wiesinger
4210 Gallneukirchen, Gaisbacherstraße 29
Email: dr.wiesinger@gmx.net 

KollegInnen, die ihre Ausbildung gemäß der Ärzte-Ausbildungsordnung 2015 durchlaufen, können in den letzten 3 Jahren der Ausbildung insgesamt 12 Monate der Ausbildung in einer Lehrpraxis absolvieren (sowohl für das Fach „Innere Medizin“ als auch für das Fach „Innere Medizin und Kardiologie“).

Es können in diesen 12 Monaten jene „Fallzahlen“ des Rasterzeugnisses erzielt werden, die vielleicht zuvor im Spital nicht erreicht werden konnten. Je nach Spezialisierung des Lehrpraxis-Betreibers werden in den Ordinationen folgende (für das Rasterzeugnis wichtige) Untersuchungen angeboten:

  • Echokardiographie
  • 24-Std-EKG
  • 24-Std-RR
  • Ergometrie
  • Carotisduplex
  • Abdomensonographie
  • Schilddrüsensonographie
  • Endoskopie

Die Lehrpraxis ist aber auch für die jungen KollegInnen in Ausbildung insofern eine Bereicherung, da sie hier die Möglichkeit haben, den niedergelassenen Bereich (meist Kassenordinationen) kennenzulernen und so für sich für den späteren Berufsweg Entscheidungen treffen zu können.

Für eine volle Anrechenbarkeit der Ausbildung sind mindestens 30 Wochenstunden notwendig. Es sind keine Nachtdienste zu versehen. Somit besteht auch die Möglichkeit, parallel zu einer Lehrpraxis weiterhin 10 Wochenstunden z.B. im Spital angestellt zu sein und dort Nachtdienste zu absolvieren.

KollegInnen nach der Ärzte-Ausbildungsordnung 2006 können ebenfalls 12 Monate ihrer Ausbildung in einer Lehrpraxis absolvieren. Dies muss im Gegensatz zur ÄAO 2015 jedoch nicht explizit in den letzten 3 Jahren der Ausbildung erfolgen, sondern kann auch bereits zuvor in Angriff genommen werden.

Die Finanzierung der Lehrpraxis erfolgt durch die Lehrpraxen selbst. Je nach Erfahrung des auszubildenden Arztes liegt z.B. in Wien das monatliche Bruttogehalt für ein Vollzeitäquivalent ab 3.500 € aufwärts.

Das Verzeichnis der anerkannten Lehrpraxen für die Facharztausbildung (gemäß ÄAO 2006 und 2015) finden Sie hier.

Sehr geehrte ÖKG Mitglieder, Liebe Kolleginnen und Kollegen! 

Angesichts der drohenden Überlastung der Krankenhäuser mit Covid-19 Patienten möchte die AG für niedergelassene KardiologInnen die rechtzeitige Optimierung des Schnittstellenmanagements zwischen stationären Bereichen und dem niedergelassenen Bereich anregen.

Der Zugang zu Ambulanzen wird zur Zeit stark eingeschränkt, Herzkatheterprozeduren und Herzoperationen werden heruntergefahren, Rehabilitationszentren werden umgewidmet, und viele Intensivstationen werden als Infektionsstationen neu adaptiert und mit neuem Personal bespielt.

Herzerkrankungen sind in Österreich jedoch nach wie vor die häufigste Todesursache und es wäre fatal, wenn wir diese große Patientengruppe angesichts der Corona-Pandemie medizinisch nicht optimal versorgen würden! Die niedergelassenen KardiologInnen müssen dieses kritische Patientenkollektiv mit Herzerkrankungen gerade jetzt mit besonderer Aufmerksamkeit betreuen und somit weiterhin die bestmögliche Versorgung sicherstellen! 

Die Versorgung von kardiologischen PatientInnen in der Niederlassung muss trotz der Corona-Pandemie sichergestellt bleiben

Nach interner Abfrage der ÖGK sind mehr als 90% der Ordinationen weiterhin in vollem Umfang in Betrieb und können die Patienten nun auch telemedizinisch beraten.

Trotz der derzeitigen Einschränkungen soll und wird im Bedarfsfall selbstverständlich jeder ambulante Patient mit Beschwerden weiterhin in den Ordinationen versorgt und behandelt (unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen).

Adaptiertes Entlassungsmanagement von stationären kardiologischen PatientInnen 

Um stationäre kardiologische PatientInnen so rasch wie möglich sicher nach Hause entlassen zu können, bedarf es einer effizienten Organisation und Koordination der unmittelbaren Nach-  und Weiterbetreuung. 

Den Niedergelassen KollegInnen auferlegte Datenschutz und die fehlenden gesicherten Kommunikationswege machen eine Datenübermittlung zum derzeitigen Zeitpunkt nicht einfacher. Die elektronische Befundübermittlung (Medical Net) ist dzt. nur zwischen den Niedergelassenen. ELGA Datenübermittlung ist für die meisten Niedergelassenen nicht verfügbar und außerdem sind einige Patienten von ELGA abgemeldet.  Somit gibt es keine gesicherte Kommunikation zwischen Spital und Niedergelassenem Bereich, ausser die Fax-Kommunikation (nach schriftlicher Einwilligung des Patienten). 

Es sollten baldigst (falls nicht bereits vorhanden) die Kommunikationsdaten zwischen den niedergelassenen Fachärzten einer Gemeinde oder eines Bezirks und den Krankenhausabteilungen ausgetauscht und ein konsensuales Vorgehen besprochen werden (FAX Nr., Tel. Nr., E-mail). 

Eine aktualisierte Liste der niedergelassenen Kardiologen nach Gemeinden oder Bezirken sollte jeder Spitalsabteilung vorliegen und dem Patienten bei der Entlassung ausgehändigt werden. 

Eine telefonische Voranmeldung ist zur Terminkoordination und zum Infektionsschutz jedoch unbedingt erforderlich!

Bei Patienten, die eine rasche Versorgung benötigen, sollte bei Entlassung der Entlassungs(kurz)brief inklusive Medikamentenvorschreibung, Entlassungs-EKG, Kontakt-Telefonnummer, Soz.Versicherungsnummer sowie Einwilligungserklärung des Patienten dem Niedergelassenen per Fax übermittelt werden. Der Pat. ist nun in der Ordination vorangekündigt und bei Kontaktaufnahme mit dem Niedergelassenen besteht ein „informed consens“ um die weitere Betreuung nach Absprache (dzt. auch telemedizinische Beratung möglich) zu gewährleisten.

Organisation der Medikamentenrezeptierung  

Es ist möglich, den Apotheken elektronisch Rezepte per E-Medikation oder per Fax nach ärztlicher Sicherstellung der Bedarfsmedikation des Patienten zu übermitteln. 

Zuweisung von PatientInnen vom niedergelassenen Facharzt in den Spitalsbereich

Falls eine akute Spitalsaufnahme erforderlich wird, sollte diese nur nach telefonischer oder Fax Ankündigung erfolgen. Auch dafür wäre eine Bekanntgabe von Ansprechpartnern in den Abteilungen sinnvoll (eigener Telefondienst für zuweisende Ärzte existiert mancherorts bereits). Patienten mit chronischen Beschwerden bzw. nicht akut gefährdete Patientinnen sollten gerade jetzt im niedergelassenen Bereich betreut werden.  

Weitere spezifische Probleme des niedergelassenen Bereichs

Der Bereich des niedergelassenen Facharztes ist im Rahmen der Coronapandemie mit zwei weiteren Problemen konfrontiert:

Derzeit ist nicht ausreichend Schutzkleidung vorhanden,  um eine effiziente Übernahme der ambulanten Versorgung aus dem Krankenhausbereich zu gewährleisten. 

Niedergelassene KollegInnen betreuen ihre PatientInnen derzeit hauptsächlich telemedizinisch. Diese Art der Betreuung wird jedoch nicht adäquat abgegolten und ist somit mit einem Umsatzeinbruch von bis zu 90% verbunden. Dagegen stehen laufende Kosten für Ordinationen und MitarbeiterInnen, sodass die Coronakrise für manche Ordination rasch zum Existenzproblem werden kann. Vorerst gibt es keine sicheren Zusagen für Kompensationen seitens der Gesundheitskassen. 

Positiv an der Krisensituation ist der rasche Wandel der medizinischen Betreuung, vor allem auf dem Gebiet der telemedizinischen Beratung. Hier sollten wir am Ball bleiben und diese Form der Patientenbehandlung mit angemessener Honorierung weiter ausbauen und professionalisieren.

Dr. Bonni Seyda       AG der NG KardiologInnen
Dr. Nikolaus Fiegl    AG der NG KardiologInnen
Dr. Ursula Klaar       Vorstandsmitglied der ÖKG